POTA-Aktivierung, wenn es gerade so passt

Manchmal entstehen die schönsten Funkaktivitäten ganz spontan aus einer Gelegenheit heraus. Unser Mitglied Jens (DG7LBB) war im Juli in Lübeck unterwegs und nutzte die freie Zeit für einen kleinen Abstecher ins Grüne. Mit Funkgerät, Morsetaste und etwas Proviant im Gepäck ging es in die nahe gelegene Palinger Heide (DE-0426).

Was als Zeitvertreib während eines Treffens seiner YL begann, wurde bei bestem Wetter zu einer gelungenen POTA-Aktivierung mit 13 QSOs in CW – und am Ende zu einem ziemlich breiten Grinsen.

Aber lassen wir Jens selbst erzählen – hier ist sein Bericht:

Im vergangenen Juli war ich in der schönen Hansestadt Lübeck unterwegs – als Wegbegleiter meiner geschätzten YL, die sich dort mit ehemaligen Arbeitskolleginnen und -kollegen zu einem Treffen verabredet hatte.
Während meine YL dort in einer Lokalität bei anregenden Gesprächen verweilte, wollte ich die Gelegenheit nutzen und die Wartezeit etwas „sinnvoller“ gestalten.
Also hatte ich mich bereits im Vorfeld schlau gemacht, wo sich in der näheren Umgebung eventuell eine schöne POTA-Aktivierung realisieren ließe.
Dabei fiel mein Blick auf die Palinger Heide (DE-0426) in Mecklenburg-Vorpommern. Sie liegt quasi gleich um die Ecke – und damit bot sich diese Gelegenheit geradezu an.
Ich suchte mir einen geeigneten Parkplatz, von dem aus ich mit einem leicht beladenen Handwagen bequem in den Park gelangen konnte. Die Voraussetzungen waren damit schon einmal geschaffen.
So vorbereitet ging es am 8. Juli 2026 bei bestem Wetter los. Auf dem Weg zum Parkplatz legte ich noch einen kurzen Zwischenstopp bei einem Bäcker ein und versorgte mich fürstlich mit Proviant. Man weiß ja nie, wie lange eine Aktivierung dauern kann.
Wie geplant erwies sich der Parkplatz als gut geeignet. Der anschließende Fußweg von etwa einem Kilometer war mir zwar unbekannt, dafür aber ausgesprochen idyllisch und teilweise schön naturbelassen.
Schließlich fand ich einen passenden freien Platz für meinen kleinen Funkaufbau mit Tisch und Stuhl. Direkt daneben stand auch noch ein schöner kleiner Baum – geradezu perfekt für die Antenne.
Meiner neuen Hobbyrichtung entsprechend kam diesmal mein IC-705 mit einer Klopftaste zum Einsatz. Die Aktivierung sollte also ganz klassisch via CW (Morsen) erfolgen.
Und was soll ich sagen: Es klappte alles wie am Schnürchen!
Das kann man schließlich nicht bei jeder Aktivierung erwarten.
Auch das Funkwetter spielte mit – und das Kaiserwetter vor Ort gleich dazu. Beides ging an diesem Tag offensichtlich Hand in Hand.
Innerhalb von etwa einer Stunde gelangen mir insgesamt 13 QSOs.
Besonders erwähnenswert war noch der Wanderweg, eine ehemalige Panzerstraße, der direkt an meiner Aktivierungsposition vorbeiführte. So blieb meine kleine Funkstation natürlich nicht völlig unbemerkt. Der eine oder andere Zuschauer – sowohl zwei- als auch vierbeinig – zeigte durchaus Interesse an meinem Treiben.
Das Piepen verbindet anscheinend.
Nach erfolgreicher Aktivierung ging es anschließend wieder zurück zu meiner YL.
Auch der Rückweg gestaltete sich ähnlich angenehm wie der Hinweg.
Nur eines hatte sich verändert:
Ich hatte ein Dauergrinsen im Gesicht.
73 de Jens, 
DG7LBB

Persönlicher Kommentar:

Viel braucht es manchmal gar nicht: ein Funkgerät, eine Antenne, etwas Zeit und einen schönen Platz in der Natur. Jens’ Aktivierung zeigt, wie unkompliziert sich Amateurfunk, Bewegung und Naturerlebnis miteinander verbinden lassen.

Und wenn am Ende noch 13 QSOs und ein Dauergrinsen dabei herauskommen, hat man wohl alles richtig gemacht. Genau solche kleinen Funkabenteuer machen unser Hobby aus.

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